Archivmaterial um die bewegte Geschichte des Klosters Thal Josaphat Wachtendonk gesichert

Stadtführer und Chronist Heinz Maesmanns, Pastor Ralf Lamers und Michael Janßen, Geschäftsstellenleiter der Volksbank in Wachtendonk, mit dem Bildband vor dem ehemaligen Kloster „Thal Josaphat“

WACHTENDONK Das ehemalige Kloster Thal Josaphat beherbergt seit fast 25 Jahren die Begegnungsstätte „Bürgerhaus Altes Kloster“. Noch wesentlich weiter zurück geht die Geschichte dieses alten Gebäudes. Die wechselhafte Geschichte des Klostergemäuers wurde erstmals in einem Bildband durch Stadtführer Heinz Maesmanns zusammengefasst. Viele Diabilder wurden hierzu genutzt, die von den Erben Joseph Jennens, der zu Lebzeiten die Geschichte der Gemeinde Wachtendonk archiviert, gesammelt und aufgeschrieben hat, zur Verfügung gestellt wurden. Der erste Teil des umfassenden Nachlasses, der neben den Fotos zum Kloster noch zahlreiche weitere Bilder zur Geschichte Wachtendonks beinhaltet, wurde jetzt digitalisiert. Die Zeitdokumente bleiben damit der Nachwelt erhalten. Ermöglicht hat dies eine umfangreiche Spende der Volksbank an der Niers, die durch diese Förderung mithilft ein Stück Heimatgeschichte zu bewahren.

Von der Gründung des Klosters im Jahr 1430 durch Wilhelm von Wachtendonk bis hin zur heutigen Nutzung als Begegnungsstätte beschreibt der Bildband die bewegte Historie. So verzeichnet das Gebäude nach Auflösung des Klosters im Jahr 1802 wechselnde Nutzungen, so durch die französische Gendarmerie, zeitweilig als Friedensgericht, preußische Landsturm-Kommandantur und ab 1821 bis 1954 als Volksschule. Sogar als Schankwirtschaft wurde das Gebäude zwischenzeitlich genutzt. Heute ist in einem Teil des Gebäudes das Pfarrheim beheimatet, der andere Teil ist von der Gemeinde Wachtendonk zum Bürgerhaus "Altes Kloster" umgebaut worden.