Beispielhaftes Benfizprojekt aus Klassik und Kunst der Gemeinschaftshauptschule

Beispielhaftes Benfizprojekt aus Klassik und Kunst der Gemeinschaftshauptschule
Gemeinsam mit Kunst für die gute Sache: Die Schüler der Klasse 9b der Gemeinschaftshauptschule und 13 Asylbewerber um Lehrerin Veronika Brückner (2. von links) präsentieren gemeinsam mit Michael Rütten (links), Geschäftsstellenleiter der Volksbank Kevelaer, die gemeinsam gestalteten Kunstwerke

KEVELAER Die Idee ist in einer Kunststunde der Klasse 9b der Gemeinschaftshauptschule Kevelaer entstanden. „Wir möchten auch helfen. Was können wir tun?“, das waren die ersten Gedanken der Schüler, als sie im Unterreicht über das Thema Flüchtlinge gesprochen haben. Das Bedürfnis zu helfen und sich zu engagieren war so groß, dass schnell klar war, dass hier ein großes Projekt wächst. Diese Chance eine multikulturelle Veranstaltung durchzuführen, haben die Schüler um Lehrerin Veronika Brückner aufgegriffen und sofort mit der Planung begonnen. Ziemlich bald stand für die Projektgruppe fest: „Wir organisieren ein Konzert!“ Die Studenten der Folkwang Universität der Künste übernehmen das musikalische Programm und die Klasse 9b malt gemeinsam mit den Asylbewerbern Bilder, die im Rahmen des Benefizkonzerts am 21. Juni um 18.00 Uhr im Bühnenhaus Kevelaer verkauft werden. Die gesamten Spenden werden für Deutschkurse verwendet. Dank großzügiger Unterstützung der Volksbank an der Niers und der AWO Kevelaer konnte ausreichend Material bereitgestellt werden. Und dann ging es los: Große Leinwände, verschiedene Farben, Zeitung für die Tische und Boden, Stifte für die Details, alles musste in die Klasse. Innerhalb von drei Tagen haben die Klasse 9b mit 13 Asylbewerbern wunderschöne Bilder gestaltet. Diese Zeit hat für alle viele wertvolle Eindrücke hinterlassen. Am Anfang wussten viele nicht, wie sie mit der neuen Situation umgehen sollen. Junge Männer aus Somalia, Eritrea, Nigeria saßen plötzlich in der Mitte der Schulklasse. Fremde Sprachen und fremde Kulturen konnten sich nicht näher begegnen. Die Schüler schauten Verena Brückner anfangs ratlos an. „Wie sollen wir mit ihnen sprechen? Sie sprechen gar kein Deutsch!“ Die Begegnung mit Menschen, die unsere Sprache nicht sprechen war für alle etwas ganz Besonderes. Schnell haben wir aber alle gemerkt, dass man auch ohne Sprache kommunizieren kann. Ein Gefühl des Miteinanders, ein Gefühl der Toleranz war während des gesamten Projekts spürbar. Diese Begegnung werden die jungen Menschen sicher nicht so schnell vergessen.