Volksbank an der Niers mit gutem Jahresergebnis 2014

  • Volksbank erzielt 7,2 Mio. Euro Jahresüberschuss
  • Bilanzsumme steigt auf 2,2 Mrd. Euro
  • Nr. 1-Strategie der Volksbank greift
  • Initiativen stellen Weichen für die Zukunft
  • Neuorganisation der Filialstruktur
  • Mitarbeiterschaft ist starkes Fundament der Volksbank
  • Volksbank an der Niers mit Verantwortung in der Region
Weichen für die Zukunft gestellt: Wilfried Bosch und Johannes Janhsen, Vorstand der Volksbank an der Niers
Weichen für die Zukunft gestellt: Wilfried Bosch und Johannes Janhsen, Vorstand der Volksbank an der Niers, in der Bilanzpressekonferenz 2015

GOCH/GELDERN „Unsere im Jahr 2013 formulierte Strategie „Die Nr. 1 an der Niers, gemeinsam mit unseren Mitgliedern“ greift“: Mit einem Jahresüberschuss in Höhe von 7,2 Mio. Euro blickt die Volksbank an der Niers auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2014 zurück. Die Zahlen belegen nachhaltig die gute und stabile Entwicklung der Genossenschaftsbank. „Mit dem Jahresergebnis 2014 sind wir, insbesondere angesichts des herausfordernden Marktumfelds, zufrieden“, so der Vorstand der Volksbank an der Niers auf der Bilanzpressekonferenz.

Nr. 1-Strategie der Volksbank greift

Die Bilanzsumme der Volksbank an der Niers stieg um 4 Prozent auf 2,2 Mrd. Euro. Maßgeblich hierfür ist das seit mehreren Jahren stetig steigende Kundengeschäftsvolumen. „Wir können in allen Geschäftsfeldern eine gute Entwicklung vorweisen, ohne von unserer risikobewussten Geschäftspolitik abzuweichen. Unsere Nr. 1-Strategie ist der richtige Ansatz. Sie bedeutet nichts anderes, dass die Wünsche und Lebensziele unserer Mitglieder und Kunden im Mittelpunkt unseres Handelns stehen“, so Johannes Janhsen, Mitglied des Vorstands der Volksbank an der Niers, in der Bilanzpressekonferenz. Dies zeigt sich auch in den wichtigsten Finanzkennziffern. „Das Kundenkreditvolumen liegt mit 1,4 Mrd. Euro und einem Plus von 4,7 Prozent deutlich über dem Vorjahreswachstum – nicht zuletzt aufgrund des anhaltenden Niedrigzinsniveau“ so Janhsen. Über 395 Mio. Euro vergab die Volksbank im Neugeschäft in Form von gewerblichen Investitionsdarlehn, privaten Immobilienfinanzierungen und öffentlichen Fördermittelkrediten an ihre Kunden. Janhsen weiter: „Die gute Eigenkapitalausstattung und der von langjährigen Kundenbeziehungen getragene Einlagenüberschuss erlauben es der Volksbank auch künftig, die im mittelständischen Firmenkundengeschäft bestehenden Chancen in vollem Umfang auszuschöpfen.“ Ebenfalls stark gewachsen ist das Einlagengeschäft. Die Kundeneinlagen verzeichneten zum Bilanzstichtag einen Anstieg um 76,7 Mio. Euro oder 5,2 Prozent auf nunmehr 1,6 Mrd. Euro. Der Trend zugunsten kurzfristiger Einlagenarten, begründet durch das anhaltend niedrige Zinsniveau, hat sich weiter fortgesetzt.

Auch die weiteren Zahlen zeichnen ein positives Bild. „Unsere Verbundbilanz, in der wir alle Kundengeschäfte mit Volksbank an der Niers und unseren Partnern der genossenschaftlichen FinanzGruppe – der Bausparkasse Schwäbisch Hall, der R+V Versicherung, der DZ Privatbank-Gruppe und den genossenschaftlichen Hypothekenbanken – zusammenfassen, weist auch für das Jahr 2014 eine gute Entwicklung auf“, berichtet Janhsen. Das Kundenkreditvolumen war durch ein starkes Wachstum geprägt und stieg von 1.726,0 Mio. Euro auf 1.796,8 Mio. Euro (+4,1 Prozent) zum Jahresende. Die Kundeneinlagen haben sich ebenfalls positiv entwickelt. Per 31.12.2014 haben unsere Mitglieder und Kunden 2.119,0 Mio. Euro bei der Volksbank an der Niers und den Partnern der Genossenschaftlichen FinanzGruppe angelegt – dies bedeutet eine Steigerung um 5,3 Prozent.

Das starke Jahresergebnis ermöglicht abermals eine deutliche Dotierung der Rücklagen um 9 Mio. Euro, so dass das Kernkapital der Bank auf 153 Mio. Euro anwächst. Dazu Janhsen: „Mit dieser Maßnahme stärken wir weiter die Zukunftsfähigkeit und das Entwicklungspotenzial unserer Bank.“

Initiativen stellen Weichen für die Zukunft

Mit Blick auf die Zukunft führt Vorstandsmitglied Wilfried Bosch aus: „Wir haben ein erfolgreiches Geschäftsmodell. Das heißt aber keineswegs, dass wir uns nicht permanent mit dem sich verändernden Geschäftsumfeld, mit den weiter steigenden Ansprüchen und Erwartungen von Mitgliedern, Kunden und Noch-Nicht-Kunden befassen, Trends erkennen und die richtigen Antworten daraus ableiten. Wir wollen auf Sicht – nicht zuletzt aufgrund der anhaltenden Niedrigzinsphase – verstärkt sowohl Ertrags- als auch Kostensenkungspotenziale realisieren.“

Der Aufbau des Kundensegments Gesundheitswesen sowie die Neuausrichtung des Private Banking-Geschäfts für vermögende Private sind erfolgreich angelaufen. Ein weiterer Ausbau und eine Intensivierung des Geschäfts seien geplant. Im Projekt Beratungsqualität erhalten die Marktmitarbeiter der Volksbank eine besondere Fachqualifizierung, die im Zusammenspiel mit einer neuen Beratungssoftware eine noch bessere und passgenauere Beratung der Kunden ermöglichen werde. Das Angebot im Online-Banking werde ebenfalls gestärkt. Zum Beispiel werde durch VR-Protect ein kostenloser Browser angeboten, der Internetbanking noch komfortabler und sicherer mache.

Gleichzeitig verfolge die Bank kostensenkende Maßnahmen, um die Volksbank an der Niers fit für die Zukunft zu machen. „Aktuell erzielen wir zwar noch auskömmliche Erträge, die eine attraktive Dividendenrendite für unsere Mitglieder und deutliche Stärkung der Reserven ermöglichen. Und auch in den nächsten Jahren wollen wir ein erfolgreiches Wachstum realisieren. Da aber die anhaltende Niedrigzinsphase das Ertragspotenzial auf Sicht begrenzt, ist zur Flankierung unserer Wachstumsstrategie zwingend die Umsetzung eines Bündels von Kostensenkungsmaßnahmen erforderlich“, so Bosch in seinen Ausführungen.

Neuorganisation der Filialstruktur

„Seit längerem müssen wir feststellen, dass die Frequenz in den kleineren Geschäftsstellen rückläufig ist. Im Durchschnitt besuchen unsere Kunden heute nur noch zwei bis dreimal im Monat die Geschäftsstelle – zumeist aber um SB-Geräte wie Geldautomat oder Kontoauszugsdrucker zu benutzen, nicht also um im persönlichen Kontakt ihre Bankgeschäfte zu erledigen. Im gleichen Zeitraum loggen sich unsere Kunden dagegen acht bis neunmal in der Onlinefiliale der Volksbank an der Niers im Internet ein“ so Bosch zur aktuellen Entwicklung. Der Grund läge auf der Hand: Eine Vielzahl der Bankgeschäfte könne am heimischen Computer oder von unterwegs bereits vorgenommen werden. Dazu bedürfe es keines Filialbesuchs. Auch umfangreiche Modernisierungsmaßnahmen, die vor drei bzw. zwei Jahren in zwei Geschäftsstellen vorgenommen haben, zeigten in diesen keine Trendumkehr. In Summe werden bis Ende 2016 sieben Geschäftsstellen (Hartefeld, Kervenheim, Kessel, Pont, Schaephuysen, Wankum, Wetten) mit jeweils einer anderen Filiale zusammengelegt. Darüber hinaus wird eine reine SB-Filiale (Lüllingen) geschlossen. Begleitend werde eine Intensivierung der kundenseitigen Nutzung der Automaten angestrebt, die an den verbleibenden Standorten eine technische Aufrüstung erfahren werden. Ebenso werde sich künftig an allen Standorten ein Jugendberater um die speziellen finanziellen Belange der jüngeren Kunden einsetzen. „Die Filialzusammenlegung wirkt sich im Übrigen nicht auf die Beraterkapazitäten der Volksbank aus. Diese werden natürlich weiterhin in vollem Umfang vorgehalten – allerdings nicht mehr am angestammten Ort“, versichert Bosch und ergänzt: „Für die Mehrheit unserer Kunden wird sich somit nichts verändern – auch weil die Kunden unveränderte Ansprechpartner haben werden. Wie bisher ist die nächste Geschäftsstelle der Volksbank in zehn Minuten erreichbar." Und: „Für die Senioren unter unseren Mitgliedern, die gesundheitlich bedingt nicht mehr mobil sind, bieten wir – wie bereits heute – unseren „Bargeld-nach Hause-Service“ eine gute Alternative an“, so Bosch.

„Die Mitarbeiter der Geschäftsstellen, die mit anderen Filialen zusammengelegt werden, werden möglichst in den aufnehmenden Filialen eingesetzt. Betriebsbedingte Kündigungen wird es bei der Volksbank an der Niers auch weiterhin nicht geben“, stellt Bosch die Planungen vor.

„Klar ist: Mit dem Geschäftsstellennetz von dann 20 Filialen und 4 SB-Filialen sind wir weiterhin flächendeckend in unserem Geschäftsgebiet vertreten“, so Bosch abschließend zur Neuorganisation der Filialstruktur.

„Die Entscheidung zur Neuorganisation der Filialstruktur ist uns nicht leicht gefallen. Ihnen gingen umfassende Analysen und Beratungen voraus. Um jedoch die Volksbank in eine gute Zukunft zu führen, ist ein frühzeitiges Handeln erforderlich – nicht erst, wenn sämtliche Warnlampen auf Rot stehen“, resümieren Bosch und Janhsen die Pläne der Bank. Ihnen sei klar, dass ihnen sicherlich an einigen Stellen Unverständnis und Unmut entgegengebracht würden. „Lässt man jedoch die Beweggründe, Ergebnisse und Konsequenzen auf sich wirken, so wird man feststellen, dass die geplanten Initiativen und Maßnahmen auf Sicht unumgänglich sind“, so der Vorstand der Volksbank an der Niers einmütig. „Die Volksbank bleibe auch weiterhin ‚Von Menschen, für Menschen – in der Region, für die Region‘“, bekräftigen Bosch und Janhsen das genossenschaftliche Selbstverständnis der Volksbank.

Mitarbeiterschaft ist starkes Fundament der Volksbank

„Mit Blick auf die Menschen die unserer Bank arbeiten“, so Bosch in seinen Ausführungen zur Personalentwicklung, „kann sich die Volksbank an der Niers auf ein gutes Fundament verlassen. Auf Mitarbeiter, die hochqualifiziert sind. Und auf eine Mitarbeiterschaft, die zusammenhält. Letzteres sagen im Übrigen nicht wir, der Vorstand – sondern unsere Mitarbeiter selbst.“ Im Fokus der der jüngsten Mitarbeiterbefragung standen die Themen Engagement, Zusammenarbeit, Führung, Gesamtzufriedenheit, Mitarbeiterbindung, Information und Kommunikation, Gesundheit und Familienfreundlichkeit. Durch die Bank konnte die Volksbank an der Niers wieder gute bis sehr gute Ergebnisse erzielen. In manchen Punkten sogar noch höher als in der letzten Befragung. „Auf dem Weg zur Nr. 1 ist es unser erklärtes Ziel als attraktivster Arbeitgeber in der Region mit den besten Mitarbeitern zu begeistern“, so Bosch. Über 490.000 Euro habe die Bank im vergangenen Jahr in Fortbildungsmaßnahmen investiert. Mit der Volksbank an der Niers als Arbeitgeber sei die Belegschaft sehr zufrieden. „Dies macht uns ein wenig stolz. Beweist es doch, dass wir uns - aus der Sicht der Mitarbeiter - insgesamt auf der Zielgerade befinden“, resümiert Bosch.

Volksbank an der Niers mit Verantwortung in der Region

Die Volksbank an der Niers übernimmt aber nicht nur als aktiver Teil des lokalen Wirtschaftskreislaufs Verantwortung für die Region. Zum Beispiel, wenn sie wie im vergangenen Jahr wieder über 500 Vereine, Einrichtungen und Projekte unterstützt hat. Zum einen mit insgesamt 411.000 Euro Spenden- und Sponsoringmaßnahmen – zum anderen mit Wissen und Zeit als Partner der Vereine vor Ort. „Und das aus tiefster Überzeugung. Denn jeder weiß, dass Spenden und Sponsorings Vieles erst möglich machen. Und gute Vereinsarbeit verdient einfach eine umfassende Unterstützung“, erläutert Bosch das gesellschaftliche Engagement.

Bosch abschließend mit Blick auf die Zukunft: „Wir wollen weiter wachsen. Wir wollen gemeinsam mit unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern auch morgen Motor der guten wirtschaftlichen Entwicklung in unserem Geschäftsgebiet sein. Wir wollen unsere Bank fit für die Zukunft machen – für unsere Mitglieder und Kunden, für die Menschen und Unternehmen hier vor Ort. Oder auf den Punkt gebracht: Wir wollen weiter die Nummer 1 an der Niers sein.“ Darin sind sich Vorstand und Mitarbeiter der Volksbank an der Niers einig.