Volksbank an der Niers gestaltet Zukunft

  • Zufriedenstellendes Ergebnis im Niedrigzinsumfeld
  • Geldpolitik der EZB bestraft Sparer
  • Initiative „VobaZukunft gestalten“ in der Umsetzungsphase
  • 430.000 Euro Spenden und Sponsorings für die Region
Volksbank an der Niers gestaltet Zukunft
Weichen für die Zukunft gestellt: Johannes Janhsen und Wilfried Bosch, Vorstand der Volksbank an der Niers (von links)
Volksbank an der Niers gestaltet Zukunft
Weichen für die Zukunft gestellt: Wilfried Bosch und Johannes Janhsen, Vorstand der Volksbank an der Niers (von links)

GOCH/GELDERN „Zukunft. Gemeinsam. Gestalten.“ So beschreibt Vorstandsmitglied Johannes Janhsen die Marschroute der Volksbank an der Niers für die kommenden Jahre – den Blick vorwärts gerichtet, nach vorne denkend. „Wir brauchen in diesen Tagen nicht allzu sehr in die Zukunft schauen zu können, um festzustellen, dass die bevorstehenden Jahre von enormen Aufgabenstellungen für Politik und Wirtschaft geprägt sein werden – auch und insbesondere für die Finanzbranche“, so Janhsen auf der Bilanzpressekonferenz der Volksbank an der Niers. Vor dem anhaltenden Spannungsfeld zwischen Wettbewerb, Niedrigzinsniveau und Regulatorik erzielte die Genossenschaftsbank ein zufriedenstellendes Ergebnis. Die solide Geschäftspolitik der Volksbank überzeugt weiterhin viele Anleger, Bauherren und Unternehmen. Janhsen: „Wir schauen nach wie vor auf eine gute Kunden- und Mitgliederentwicklung und sind besonders stolz auf unser 50.000tes Mitglied, das wir zur Jahresmitte 2015 als neuen Anteilseigner begrüßen durften.“

Solide Ertragslage und Ausweitung des Geschäftsvolumens

„Das entgegengebrachte Vertrauen schlägt sich auch in unserer Geschäftsentwicklung und den Ergebnissen nieder“, weiß Janhsen zu berichten. „Eine deutliche Ausweitung der Kundeneinlagen und des Kundenkreditgeschäfts prägte auch im abgelaufenen Jahr die geschäftliche Entwicklung der Volksbank an der Niers.“ Die Bilanzsumme konnte auf 2,2 Milliarden Euro gesteigert werden. In Zusammenarbeit mit den Partnern der Genossenschaftlichen FinanzGruppe, mit denen „wir vom Bausparen bis hin zur anspruchsvollen Vermögensanlage alles aus einer Hand anbieten“ stieg Kundenvermögen auf 2,2 Milliarden Euro (+ 5,2 Prozent) an. Das Kundenkreditvolumen wuchs auf 1,9 Milliarden Euro (+ 3,7 Prozent) an.

Die zufriedenstellende Ertragslage der Bank ist mit einem Jahresüberschuss von 6,8 Millionen Euro im Vergleich zum Vorjahr zwar rückläufig, ermöglicht aber weiterhin eine gute Dotierung der Rücklagen und somit Stärkung des Eigenkapitals. Der Rückgang des Zinsüberschusses konnte in Teilen durch den erhöhten Provisionsüberschuss kompensiert werden, der die Beratungsstärke der Bank dokumentiert. „Dennoch dürfen unseren soliden Ergebnisse nicht den Blick auf die Zukunft verstellen“, führt Janhsen aus. Mit dem Beschluss des Maßnahmenprogramms „VobaZukunft gestalten“ seien letztes Jahr wichtige Weichenstellungen vorgenommen worden. Janhsen: „Sahen wir uns anfangs deutlicher Kritik am Maßnahmenprogramm – insbesondere an den Filialzusammenlegungen ausgesetzt, stellen wir jetzt fest, dass angesichts der jüngsten Zinsentscheidungen der Europäischen Zentralbank (EZB) in den vergangenen Monaten sowohl der Umfang als auch der gewählte Zeitpunkt sich als richtig erwiesen haben.“

EZB betreibt Geldpolitik mit der Brechstange

„Die EZB betreibt aktuell eine Geldpolitik mit der Brechstange, die geldpolitischen Instrumente haben sich nahezu abgenutzt, das großvolumige Anleihekaufprogramm entfaltet kaum Wirkung“, so das ernüchternde Fazit von Vorstandsmitglied Wilfried Bosch und er ergänzt: „Von der Niedrigzinspolitik profitieren zwar im Moment die Häuslebauer, Leidtragende sind vor allem die Sparer – vor allem für die private Altersvorsorge ist die extreme Geldpolitik der EZB Gift.“ Um ihr geplantes Sicherungsniveau zu erreichen, müssten viele Sparer die private Vorsorge aufstocken. Ob dies die Bürger bei den mageren Ertragsaussichten derzeit tun, sei aber zweifelhaft. „Konnte in den 90er Jahren ein Sparer sein Geld mit einer Verzinsung von 4 Prozent inklusive Zinseszinsen nach 18 Jahren verdoppeln, braucht es hierfür bei einer Verzinsung von 0,5 Prozent schon 140 Jahre“, erläutert Bosch die dramatischen Auswirkungen des Niedrigzinsniveaus. Damit drohe in den kommenden Jahrzehnten vor allem den Beziehern niedriger Einkommen eine wachsende Vorsorgelücke.

„VobaZukunft gestalten“ macht Volksbank fit für die Zukunft

„Auch auf unsere Ertragslage hat das Niedrigzinsniveau in den kommenden Jahren deutliche Auswirkungen“, so Bosch. Hinzu kämen eine ständige Ausweitung der regulatorischen Anforderungen an die Bank – zum Beispiel im Hinblick auf die Bargeldhandhabung. „Ziel unseres Maßnahmenprogramms ‚VobaZukunft gestalten‘ ist es, die Volksbank zukunftssicher zu machen“, erläutert Bosch. Hierzu zählen die Stärkung der Ertragslage und des Eigenkapitals der Bank. Und natürlich die Volksbank an der Niers dazu zu befähigen, die Finanzierungswünsche der Mitglieder und Kunden bestmöglich erfüllen zu können. Bosch: „Die Umsetzung macht gute Fortschritte. Die ersten Ergebnisse werden in den kommenden Wochen und Monaten sichtbar.“ Dazu zählen nicht nur die Neustrukturierung des Geschäftsstellennetzes sondern auch eine Optimierung der internen Prozesse, die Rationalisierung der Bargeldhaltung in den Filialen sowie eine Anpassung der Konditionsgestaltung. „Die Einzelheiten werden wir zunächst unseren Mitgliedervertetern in den kommenden Regionalversammlungen vorstellen“, so Bosch und fügt: „Gleichzeitig investieren wir – sowohl in die Modernisierung unserer bestehenden Geschäftsstellen als auch in Banktechnik, wie zum Beispiel Beratungstools, bargeldlose Bezahlverfahren und unsere BankingApp. Damit trage die Bank dem sich ändernden Kundenverhalten Rechnung. “Im vergangenen Jahr konnten wir über 2,9 Millionen Aufrufe unseres Online-Bankings im Internet und über 1,4 Millionen Aufrufe unseres Mobile-Bankings verzeichnen“, veranschaulicht Bosch über die digitale Entwicklung. Ab Herbst 2016 werden die VR-BankCards standardmäßig mit der Chiptechnologie für kontaktloses Bezahlen ausgestattet. Dritte Komponente sind umfassende Investitionen in Weiterbildungs- und Trainingsmaßnahmen, um die Mitglieder und Kunden beim Aufbau und Werterhalt ihres Vermögens sowie allen anderen Finanzfragen bestens zu unterstützen. Die hohen Investitionen in die Mitarbeiterqualifikation zahlen sich auch regelmäßig bei den Abschlussprüfungen der Auszubildenden aus. „In diesem Jahr konnten gleich fünf der 14 Nachwuchsbanker ihre Ausbildung mit der Traumnote „Eins“ abschließen“, berichtet Janhsen.

Klares Bekenntnis zur Region

„Auch weiterhin sind wir verlässlicher Partner in der Region“, gibt Bosch einen Ausblick auf das Engagement der Bank. „Mitglieder und Kunden sollen sich nicht nur in unserer Bank, sondern auch in unserer Heimatregion wohlfühlen. Wir tragen dazu bei, unsere Heimatregion noch ein Stück lebens- und liebenswerter zu machen.“ Über 500 Vereine, Projekte und Einrichtungen förderte die  Volksbank an der Niers mit über 430.000 Euro. Und auch im gesellschaftlichen Engagement beschreitet die Bank neue Wege. Die internetbasierte Crowdfunding-Plattform „niersfunding“ ist ein neuartiges Spendenportal, das sich bereits wenige Monate nach ihrer Einführung Ende 2015 erfolgreich in der Vereinslandschaft im Geschäftsgebiet der Bank etablieren konnte. Bosch: „Bislang können wir auf 13 erfolgreiche Projekte blicken, weitere befinden sich auf der Zielgerade. Über 30.000 Euro an Spendengeldern konnten bislang mit der Spendenplattform durch die Vereine eingeworben werden – eine echte Erfolgsgeschichte.“

Motivation, Können und Einsatz tragen die Volksbank an der Niers und Ihre Mitglieder weiter in die Zukunft“, ist sich der Vorstand der Volksbank einig. „Mit Optimismus, Tatendrang und mit einem Bewusstsein um unsere Stärken werden wir auch weiterhin alles daran setzen, dass die Volksbank an der Niers erfolgreich ist und ihre Mitglieder fördern sowie das Wirtschaftsleben unserer Region stärken kann.“