Viele Stimmen für Kevelaer

Karl Timmermann mit den coolen Jungs der St. Antonius Grundschule.

KEVELAER Mitreißende Lieder, kreative Auftritte und viele Emotionen:  "Deine Stimme für Kevelaer - Dor hör ek t'hüß" war ein voller Erfolg. Mit 600 Akteuren und rund 1.500 Besuchern über den Abend verteilt ist das Kevelaerer Bühnenhaus aus allen Nähten geplatzt. Die beiden Veranstalter Niers Energie und Volksbank an der Niers sind sowohl von der Resonanz als auch von den Darbietungen der Kevelaerer schlichtweg überwältigt.

Mit den ganz Kleinen ging der Wettbewerb in die erste Runde. Sechs Kindergärten aus Kevelaer und Umgebung stellten sich mit mitreißenden Liedern und bunten Kostümen auf die Bühne. Da einen Gewinner zu küren viel der Jury schwer. Letztendlich durfte sich der Kindergarten Spatzennest aus Kevelaer über den Sieg und damit auf den Besuch von Kinderliedermacher Rainer Niersmann in ihrem Kindergarten freuen. Doch auch die anderen Kindergärten gehen nicht leer aus: Rainer Niersmann, der als Jurymitglied fungierte, hat kurzerhand beschlossen, alle teilnehmenden Kindergärten zu einem musikalischen Nachmittag einzuladen. "So viel Mühe und Kreativität der Kinder muss einfach belohnt werden", so Niersmann.

Auch bei den Vorträgen der Schulen war die Entscheidung nicht leichter: Die St. Antonius Grundschule landete auf Platz 1 mit ihrem selbstgedichteten Lied über Kevelaer. Jurymitglied Heinz Litjens von der Volksbank gratulierte und übergab den Preis: Eine Paddeltour auf der Niers. Unfassbar knapp fiel die Entscheidung bei den weiterführenden Schulen aus: Die GHS präsentierte eine dynamische Neuinterpretation des Heimatliedes "Wor hör ek t'hüß". Mit Rap-Gesang und coolen Outfits gaben sie dem traditionellen Volkslied ein ganz neues Gesicht. Mitbewerber waren „Die Söllers“ der städtischen Realschule; mit eigens komponiertem Song und instrumentaler Begleitung schafften sie es aufs Siegerpodest. Jurymitglied und Mitarbeiter der Niers Energie Wolfgang Toonen: "Diese sensationellen Vorträge zu bewerten ist ein harter Job und eigentlich wollten wir am liebsten beide gewinnen lassen". Da das natürlich nicht geht, haben die Niers Energie und Volksbank einen Sonderpreis für die fantastische Aufführung an die Schüler der GHS vergeben.

In der letzten und größten Kategorie, der offenen Klasse, gaben insgesamt 10 Gruppen ihre Stimmgewalt zum Besten. Ob als Solosänger wie Hans Tervooren, der das Kervenheimer Heimatlied mit Inbrunst und Freude unter der Begleitung vom Akkordeon präsentierte, oder der Wettener Chor "Cäcilia", der mit vierstimmigem Gesang ein Lied über die "Wettense Knoase" mit witzigen Kostümen auf die Bühne brachte, das Heimatgefühl war bei allen Akteuren zu spüren. Sogar der Kneipp-Verein aus Geldern hat die Zuneigung zur Nachbarstadt Kevelaer musikalisch bekundet. Weitere tolle Auftritte kamen von der Wohnheimgruppe Holbeinstraße, vom Trio „Tütten Thei“, von Heinrich Heckens, Leo Filtmann und vom Männergesangverein. Ein besonderes Highlight war die Vorstellung des Musikvereins. Mit imposantem Orchester und kräftigem Gesang zu „Wor hör ek t’hüß“ verlieh der Verein dem Publikum Gänsehaut. Doch für den Sieg hat es nicht ganz gereicht: Die Gruppe „Christians Cross over“ hat die Jury und auch die Zuschauer restlos überzeugt. Eine ca. 80 köpfige Mannschaft aus den „Anthony-Singers“, dem Twistedener Projektchor, dem Kevelaerer Kirchenchor St. Antonius und der Twistedener Bläserformation „Q-Brass“ verbindet nicht nur Generationen, sondern auch verschiedene Musikstile. Heraus kam ein fünfstrophiges neues Heimatlied des Kevelaerer Pfarrers Hubert Janssen unter der Chorleitung von Christian Franken.


Der erste Bürger von Kevelaer, Dr. Axel Stibi, der auch Teil der Jury war, verneigte sich vor allen Mitmachenden für diese grandiose Leistung. Auch Ulrich Wolken als Vorstand der Volksbank und Hans-Josef Thönnissen als Geschäftsführer der Niers Energie bedankten sich bei allen Teilnehmern. Der letzte Dank galt dem Mann, der die meiste Zeit auf der Bühne stand: So viele Akteure unter einen Hut zu bringen ist eine große Herausforderung, aber kein Problem für Karl Timmermann: Bei heißen Temperaturen führte er mit Bravur durchs Programm und bewahrte stets einen kühlen Kopf, selbst dann, als er seine eigenen Lieder zur Unterhaltung auf der Bühne sang.